Legende

Götterdämmerung

Unser Verein geht eigentlich aus der VFF Großfeldtruppe von FENNA UNITED hervor. Dieser Verein wurde 1992 von Totte, Udo, Wolle, Micky, Kiwi und Stevie gegründet. Damals war der VFF ein Verband mit 7 Großfeld Staffeln, 3 Großfeld Oldie Staffeln und 2 Kleinfeld Staffeln. Wir waren damals recht erfolgreich und spielten lange mit den ebenfalls neuen Teams von Schlaff, Flughafen Tempelhof und BW Siemensstadt um den Aufstieg mit. Leider gab es bei FENNA zwei Lager. Auf der einen Seite die Kifferfraktion um Kiwis dicken Freund Totte und Udo. Diese beiden Ehrenmänner bekamen leider niemals ihre Pappkameraden in den Griff. Gedankenlosigkeit und Unzuverlässigkeit waren noch die harmlosesten Eigenschaften dieser merkwürdigen Gestalten. Als Tottes Lieblingsspieler Michael S. (die fleischgewordene Pest), der in seiner denkwürdigen Karriere nie einen Spielerpass besaß, zuerst das ihm anvertraute Geld für die Weihnachtsparty veruntreute und später auch noch den gutmütigen Mitspieler Rio seine Brieftasche klaute, war für Kiwi das Ende der Fahnenstange erreicht. Er übergab eine mit 700 Deutschmark gefüllte Vereinskasse und empfahl sich noch während der laufenden Saison auf Nimmerwiedersehen. Wolle, Micky, Stevie, Rio und Guido traten am Ende der Saison entnervt aus dem Club aus.

FENNA UNITED existierte noch eine Spielzeit, dann verschwand der Club leider ohne Abmeldung beim VFF hoch verschuldet sang und klanglos wieder aus dem Vereinsregister. Eine sehr enttäuschende und traurige Angelegenheit. Hätte man einige Geisteskranke entsorgt, würde FENNA UNITED heute noch existieren und zu 100 Prozent in der Großfeld Verbandsliga kicken. Doppelt schade, da dicke Freundschaften von einigen Kaputtnix für immer zerstört wurden … wie auch immer.

Nachdem Stevie und Kiwi ihre Karrieren in Südamerika fortgesetzt hatten und in ihre Heimatstadt zurückkehrten, kamen die beiden auf die glorreiche Idee einen Kleinfeldverein beim VFF zu gründen. Alte Haudegen wie Wolle, Rio,Guido und Micky wurden wieder kontaktet. Um die Formalitäten kümmerte sich der verdienstvolle Bürokrat Wolle. Das Startkapital besorgte Kiwi durch seine ausgezeichneten Kontakte zur Unterwelt. Stevie organisierte die schicke Spielkleidung. Einzig ein Vereinsname musste noch gefunden werden. Also setzten wir uns bei Coke und Kartoffel Chips in Rios Wohnhöhle zusammen um noch kurz einen Namen für unseren neuen Club zu finden. Es war eine echte Qual!
Gar nicht mal so schlechte Vorschläge wie Bollwerk Britz wurden immer wieder vom leicht angetrunkenen Rio mit beknackten Einwänden wie: „Nee, ick will irjendwatt mit Godzilla“ liquidiert. So zog sich die Veranstaltung über Stunden hin. Plötzlich schlug der entnervte Micky nicht ganz ernst gemeint: „Dann lass uns doch einfach FC Mutant nennen“ vor. Der aus dem Halbschlaf erwachende Kiwi grunzte begeistert: „Ja, aber lasst uns nen Sporting anstatt des FC machen und ein „e“ an den Mutant hängen. Wir lachten, stimmten ab und die Sache war mit einer Gegenstimme durch (der beleidigte Rio schlug unbeirrt weiter japanische Filmmonster vor).

Wir starteten mit unserem neuen Verein in das Abenteuer Kleinfeld Landesliga. In der ersten Saison stiegen wir sofort mit den anderen beiden neuen Teams Keuzberg Devils und Aufschwung Pankow in die höchste Klasse auf. Dort hielten wir uns einige Jahre recht ordentlich. Wir hatten ab und an mit den üblichen vereinsinternen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die beiden Hortfreunde Wolle und Kiwi schafften aber immer Wege Sporting Mutante nicht im Morast versinken zu lassen. Nach unserem größten sportlichen Erfolg der Teilnahme am Pokalendspiel 2001 (wir verloren gegen das wohl spielerisch beste VFF KF Team aller Zeiten den Kreuzberg Devils 9:6 und zerlegten davor in einem denkwürdigen Halbfinale vor ca. 50 Zuschauern den Abo Meister Hatze 93 mit 8:2 in der Wutzkyallee in seine Einzelteile!), zogen wir uns freiwillig, ohne jemals sportlich abgestiegen zu sein, aus der Verbandsliga zurück. Der Substanzverlust war einfach zu groß. Tretertruppen wie Istanbulspor, Zagreb Spandau, Aktivist Runder Ball und die linken Vögel von Thule Kickers Pankow machten uns diesen Schritt sehr einfach. Unsere Nerven und die Gesundheit waren uns wichtiger als Prügeleien und vorsätzliche Körperverletzungen in der Verbandsliga. In der Landesliga gehörten wir bis zum Wiederaufstieg in der Saison 05/06 immer zur Creme Fraiche der Staffel. Irgendwie gelang es uns immer, das wir den Aufstieg vermeiden konnten. Wir wollten wirklich nicht mehr nach oben, aber es ging nicht anders. Mit einer beispiellosen Saisonleistung wurden wir mit 14 Punkten Vorsprung auf den Tabellen Zweiten FFC Friedenau, bei 25 Siegen und einer Niederlage (Ulf und seine Moosmännlein besiegten uns auf eigenem Platz) und 287:63 Toren Meister in der Landesliga.

Wie man mit einem verstohlenen Blick auf die Tabelle feststellen kann, der Wahnsinn geht weiter …