Sporting Mutante – SG Raddatz

Sporting Mutante 5 - 4 SG Raddatz
04 Okt 2015 - 10:00Kunstrasenplatz, Wutzkyallee KR2 (KF), Wutzkyallee 98 A, 12353 Berlin

***MUTANTE versus SG Raddatz (3:1) 5:4***

Sonntag, 04.10.2015 Wutzkyallee 10:00 Uhr

Wir: Kevin, Dani, Hien, Isy, Masl, Chico, Alex, Tim, Kuba, Hotze

Raddatz: 11 Mann

Nun also gegen die SG Raddatz. Das ist dem eingefleischten Mutantefan natürlich ein Begriff, werden doch Erinnerungen an viele packende und enge Duelle in Meisterschaft und Pokal wach. Vielleicht hat sich Hotze gerade deshalb dieses Spiel für sein Comeback ausgesucht? Diesmal wusste aber wohl vorher keine der beiden Mannschaften so wirklich, was sie erwartet. Raddatz kämpfte in den letzten Jahren immer mit um die vorderen Plätze und landete meist auch unter den ersten drei. Der Saisonstart verlief aber sicher nicht nach Wunsch und so finden sie sich nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen im Tabellenkeller wieder. Da das letzte Aufeinandertreffen allerdings schon eine Weile zurückliegt, ist auch unsere Spielstärke für sie schwer einzuschätzen. So begann Raddatz das Spiel mit einer sehr defensiven Einstellung, zog sich weit in ihre Hälfte zurück und überließ uns die Initiative. Von der Seitenlinie sah es am Anfang noch nicht nach einem guten Fußballspiel aus. Wir wussten mit dem Ball nicht so viel anzufangen und suchten eine zündenden Idee und so passierte es, dass wir nach einem Ballverlust nur noch zuschauen konnten, wie der Ball an Tim und Kevin vorbei den Weg in unser Tor fand. Ab diesem Zeitpunkt lief es bei uns besser, vor allem, weil wir den Ball besser laufen ließen. Plötzlich hatte Isy an der Strafraumgrenze viel Platz und sorgte für den verdienten Ausgleich. Ein abgefälschter Freistoß und ein Fernschuss von Dani brachten uns die beruhigende 3:1 Pausenführung. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Spielgeschehen weitestgehend im Griff, gefährlich wurde es meist nur, wenn wir im Spielaufbau die Geduld verloren und den Ball ziellos auf die Reise Richtung Tor schickten und dieser in der dicht gestaffelten Abwehr hängenblieb. So ermöglichten wir immer wieder Konter, obwohl unsere Flügelspieler oft völlig frei standen.

In der zweiten Halbzeit bot sich dem Zuschauer ein ganz anderes Bild, das Spiel wurde ausgeglichener, Raddatz tat mehr für den Angriff und dies, gepaart mit schlechtem Deckungsverhalten unsererseits, zwang Kevin im Tor immer häufiger zu Glanzparaden. Doch zunächst war es Chico, der einfach mal abzog und den ersten Treffer markierte. Der Ball rutschte dem gegnerischen Torhüter durch die Hände und passte insgesamt zu seiner Leistung in diesem Spiel. Normalerweise sollte so ein Tor wieder Sicherheit bringen, aber da nach dem Anstoß sofort der Gegentreffer erfolgte und Raddatz nur drei Minuten später das 4:3 markierte, war die Sicherheit dahin. Daran änderte selbst das 5:3 durch Hotze nichts, der sich auf der rechten Außenbahn gegen seinen Bewacher durchsetze, den Torwart ausguckte und den Ball clever an ihm vorbei spielte. Irgendwie war die Ordnung in unserem Spiel dahin. Ich weiß nicht ob es an fehlender Kraft, Kondition oder Konzentration lag, aber es wurde nicht mehr so konsequent gedeckt und die Gegenspieler hatten zu viele Freiheiten. In der 90. Minute noch ein schöner Angriff über Hotze und Hien, nur der Abschluss ging leider knapp am Tor vorbei. Unverständlich ist jedoch, dass beide vorn stehenbleiben und zuschauen, wie der Torwart den Abschlag macht und Raddatz zum Gegenangriff ansetzt. So standen wir hinten in Unterzahl, Chico versuchte noch zu stören, trifft nur das Bein des Stürmers und es gibt Elfmeter. Eiskalt versenkt! Anschlusstreffer! Zwei Minuten Nachspielzeit und zittern! Noch einmal Freistoß an der Strafraumgrenze. Der Schuss weit am Tor vorbei und dann ist Schluss.

Fazit: Der Sieg geht in Ordnung. Wir haben eine gute spielerische und kämpferische Leistung gezeigt, aber müssen dies auch über die gesamten 90 Minuten auf den Platz bringen, damit nicht jedes Mal so eine Zitterpartie entsteht.

Unser Spielsystem funktioniert nur, wenn alle mitmachen und nah an ihren Leuten stehen, sonst entstehen zu große Lücken. Vielleicht wäre es zwischendurch besser gewesen, etwas tiefer zu stehen und so unsere Abwehr zu stabilisieren.

Tore: Dani, Chico, Isy, Hotze und ein Eigentor

Einzelbewertung:

Kevin: Konnte sich heute in vielen Situationen auszeichnen, war immer hellwach und klärte einmal sogar per Kopf an der Strafraumgrenze. Leistete sich nur einen Patzer, als der Ball durch seine Hände glitt und gegen die Latte prallte. Dieses Glück hat er sich aber redlich verdient.

Hien: Insgesamt eine gute Leistung, auch wenn er manchmal seine Gegenspieler noch mehr nerven könnte. Muss als Abwehrspieler nach einem Ausflug in den gegnerischen Strafraum schneller wieder nach hinten zurück.

Masl: Zeigte Einsatz- und Laufbereitschaft, ließ sich von der Unsicherheit in der zweiten Halbzeit leider etwas anstecken. Teilte sich seine Einsatzzeit mit Hien und war immer sofort präsent wenn er eingewechselt wurde.

Kuba : Schwer einzuschätzen, da recht wenig Spielzeit. Muss unbedingt an seiner Kondition arbeiten oder sie sich auf dem Spielfeld besser einteilen. Du bist doch noch ein junger Hüpfer.

Chico: Meinte nach dem Spiel, dass es irgendwie komisch war und er nicht so richtig rein kam. Dazu passt, dass er zwei-, dreimal in aussichtsreicher Position vor dem Tor war und die Chance dann irgendwie doch verpuffte.

Alex: Ballsicher wie immer, versuchte seine Mitspieler in Szene zu setzen, was angesichts des wenigen Platzes an diesem Tag sehr schwer war und in den nächsten Spielen bestimmt besser gelingen wird.

Tim war auch da? Hab ihn einmal im Strafraum ausrutschen sehen, sonst ist er mir nicht im Gedächtnis geblieben.

Isy: Lief viel, fast immer anspielbereit. Ärgert sich und flucht oft, wenn er den Ball nicht bekommt und das Gefühl hat, übersehen zu werden. Sollte versuchen auf seine Mitspieler noch mehr positiv motivierend einzuwirken und bei zwischenzeitlichen Tiefs die Stimmung nicht umkippen zu lassen.

Dani: Versuchte sich zwangsläufig oft am Spielaufbau, hatte viel Zeit und wurde als letzter Mann in der ersten Halbzeit meist nicht angegriffen. Auch wenn er mit seinen Fernschüssen immer wieder für Gefahr sorgen kann, waren es für mich doch zwei, drei Abschlüsse zu viel, da der Ball oft im Beingewusel hängen blieb und er bessere Alternativen hatte.

Hotze: Konditionell erstaunlich gut, technisch für seine Verhältnisse durchschnittlich. Man merkte ihm an, dass er selten Fußball spielt. Dennoch eine klare Verstärkung im Team, die noch größer wäre, wenn er sich manchmal schneller vom Ball trennt und näher am Mann steht. Aber irgendwie ist das ja wie früher „smile“-Emoticon

Schiri: Gefiel mir persönlich sehr gut. Er pfiff teilweise recht kleinlich, aber dies durchgängig und konsequent, so dass sich jeder auf ihn einstellen konnte. Dann gilt aber für unsere Abwehrspieler, die Hände im Zweikampf weg- und nicht unnötige Freistöße zuzulassen.

Bericht: Dave